Barotraumata sind Verletzungen infolge eines veränderten Drucks. Im menschlichen Körper befinden sich zahlreiche Hohlräume, die mit Luft gefüllt sind. Zu diesen Hohlräumen zählen unter anderem die Lunge, die Nebenhöhlen, das Mittelohr und sogar die Zähne. Solange die Luft in diesen Hohlräumen bei einer Druckänderung ihr Volumen ungehindert vergößern bzw. verkleinern kann, hat man nichts zu befürchten. Sollten jedoch einige dieser Wege zu den Hohlräumen in Folge einer Krankheit oder gar mutwillig blockiert sein, kann dies zu schweren inneren Verletzungen führen.

Das Gesetz von Boyle-Mariotte lehrte uns, dass sich bei abnehmenden Umgebungsdruck das Volumen einer gegebenen Gasmenge vergrößert. Befinden wir uns nun unter Wasser und wollen auftauchen, so vergrößert sich während des Auftauchens das Volumen unserer Lunge. Aus diesem Grunde müssen wir stehts daran denken, ein Teil der sich vergrößernden Luft entweichen zu lassen. Halten wir Mund und Nase beim Auftauchen geschlossen, erhöht sich der Druck in der Lunge und sie könnte Schäden, wie z.B. einen Lungenriss davontragen.